Drei wie Pech & Schwefel - Homunculus

Die Kriegerin Raissell ist eine begnadete Schwertkämpferin und die grauhäutige Flit eine Messerwerferin, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat. Doch das Blatt wendet sich für die von Diebereien lebenden Frauen, als sie in die Kerker der Stadt Truscog geworfen werden, ihrem Tod entgegensehen. Unvermutet bekommen sie Fluchthilfe von einem geheimnisvollen Gefangenen. An diesem Mann, dessen Sinne die Jahre der Einkerkerung auf ein übermenschliches Maß geschärft haben, ist nicht nur der Name mehr als denkwürdig.

Von nun an sind die drei Kampfgefährten gemeinsam auf der Flucht vor den Schergen des Amnexosis von Truscog, die ihnen hart auf den Fersen sind. Nur mit Mühe erreichen Flit, Raissell und Bombaabrabrioummug die im Nachbarreich gelegene Millionenstadt Eár Galion, um spurlos in dem Moloch unterzutauchen.

Die Metropole ist ein Schmelztiegel der Rassen und Kulturen. Die Stadt, in der es sogar eine „Spezial-Apotheke für Assassinenbedarf“ gibt, ist für die Neuankömmlinge ein raues Pflaster und sie haben ihre Lektionen zu lernen. Doch mit der Zeit beginnen sie, sich zu arrangieren.

Als sie begreifen, wie weit der Arm Amnexosis‘ tatsächlich reicht, hat sich die Schlinge um sie herum bereits unerbittlich zugezogen.

Verfolgt und gejagt beschließen die drei Gefährten, sich dem schicksalhaften Kampf zu stellen.

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Mit Alchemie, Gift und Eisen kämpfen die »Drei wie Pech und Schwefel« in einer labyrinthischen Metropole um ihr Überleben. Verfolgt und gejagt beschließen die drei Gefährten, sich dem schicksalhaften Kampf zu stellen. Ein Roman über Freundschaft, Identität und haarsträubende Mahlzeiten, umwerfend komisch und mit überbordender Fantasie erzählt.

  • »ALLES SCHIEN BESEELT VOM LÄRM, VOM GEWIMMEL, VON ALL DER AKTIVITÄT.«

    (aus “Drei wie Pech & Schwefel: Homunculus”)

  • »NICHTS UND NIEMAND BEREITETEN EINEN FREMDEN AUF DIESE STADT VOR.«

    (aus “Drei wie Pech & Schwefel: Homunculus”)

  • »DIE DREI IRRLICHTERTEN WEITER DURCH DIE GLITSCHIGEN GASSEN.«

    (aus “Drei wie Pech & Schwefel: Homunculus”)

  • »ES WAR EIN HELLER, FREUNDLICHER TAG. DIE STADT GAB NICHTS DARAUF.«

    (aus “Drei wie Pech & Schwefel: Homunculus”)

  • »TIEF IN DER KEHLE DER KRIEGERIN KNURRTE ES ANIMALISCH.«

    (aus »Drei wie Pech und Schwefel: Homunculus«)

  • »MIT ALCHEMIE, GIFT UND EISEN.«

    (aus »Drei wie Pech und Schwefel: Homunculus«)

ÜBER BILSENKRAUTS SPEZIAL-APOTHEKE

Zum Betrieb eines Handels dieser Größenordnung gehörten außer dem zur Anfertigung und Verabreichung der einzelnen Mittel erforderlichen Verkaufslokal, der Offizin, zahlreiche weitere Räumlichkeiten. Meister Bilsenkraut in persona führte ihn an seiner zukünftigen Wirkungsstätte herum. Die Handlung war ein Labyrinth aus Fluren, Treppen und Kellern unter Kellern. Es gab mehrere mit entsprechenden Gerätschaften ausgestattete Kammern, in denen die Anfertigung und Zubereitung von Präparaten stattfand. Ferner gab es ein Laboratorium für die durch mechanische Mischung oder Kochen zu bereitenden Mittel wie Latwerge, Mixturen und Dekokte. Im Weiteren gab es eigene Schneide-, Stoß- und Siebkammern.

Bilsenkraut öffnete eine Tür und führte ihn in einen immensen, luftigen Raum, in dem getrocknete Pflanzen und Pflanzenbestandteile in großen Mengen gelagert wurden. Sofort legte sich feinster Kampferstaub auf alle Schleimhäute. Ein vierschrötiger, hünenhafter Laborant stand vor einem riesigen Steinmörser und atomisierte, so schien es, Stoffe mit einem Stößel, der die Abmessungen eines zehnjährigen Kindes hatte.

»Das ist Sumach, genannt der Stößer«, stellte der Apotheker den Mann vor. Er musste schreien. Der Hüne schaute von seiner Tätigkeit kurz auf, ohne auf die Anwesenden zu reagieren.Sie gingen weiter. Es gab eine Vielzahl an Vorratsräumen, Materialkammern, Kräuterböden und Trockenschränken, die Gerüche wechselten mit den gelagerten Drogen. Bilsenkraut führte ihn durch Keller und Kellergeschosse unter Kellern. Es roch staubig. Er hatte jede Orientierung verloren.

»Hier werden die Separanda aufbewahrt«, sagte der Apotheker geheimnisvoll, riss den Mann damit aus seinen Gedanken. Strahlend wies er auf die fünf abgesonderten, verschlossenen Räume.

Hinter eisenbeschlagenen Eichentüren mit zyklopischen Vorhängeschlössern lagerten die besonderen, getrennt von den Gewöhnlichen zu haltenden Mittel, die sogenannten Separanda.

»Meiner Treu! Was ist in einem Handel wie der Spezial-Apotheke denn überhaupt noch separat zu aufzubewahren?«, fragte er japsend. Im Geiste ging er die Drogen und Gifte durch, die in der Offizin hoch über ihnen täglich gehandelt wurden: Opium-Derivate, Kokablatt-Auszüge, Nylomeara, Nachtschwinge oder Maculotoxin! Was bei den Göttern lagerte zur Sicherheit gegen Missbrauch in diesen Kammern?

Bilsenkraut schnaubte belustigt durch die Nase, im Schein der Fackel blitzten seine Augen, als fingen geschliffene Smaragde das Licht ein, er blieb seine Antwort schuldig.

In Bombaabrabrioummugs Kopf begann es ohne sein Zutun zu arbeiten, er stellte sich Hekatomben der ungeheuerlichsten, allermonströsesten Substanzen vor, die hier in der Abgeschiedenheit aufbewahrt wurden, ja lauern mochten. Ihm kamen gefährliche, semistabile Stoffe in den Sinn, die man magischen Geschöpfen entrissen hatte – kaum handhabbar, gespenstisch in ihrer Wirkung. Gerüchteweise, bruchstückhaft hatte er Gemunkel gehört vom lähmenden Harnstein des Basilisken und vom Blut des Eisdrachen, dessen Gefrierpunkt nicht zu ermitteln war. Es war die Rede gewesen vom schleichend-tückischen Gift der Kopfschlangen einer Meduse und von der Milch der säugenden Werwölfin. Ganz zu schweigen von den Dutzenden Sekreten des Leviathans, einer berggroßen Kreatur des Verlorenen Kontinents Akrosul!

(aus “Drei wie Pech & Schwefel: Homunculus”)

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