Von innen nach außen

[Fotocredit: Dall-E, ChatGPT]

Manchmal fühlt es sich an, als würde etwas in mir drängen, das hinauswill – eine Emotion, ein Gedanke, ein Erlebnis. Etwas, das zu groß ist, um es in mir zu tragen. Dieses Drängen wird zur treibenden Kraft für den kreativen Ausdruck vieler Menschen. Ob durch Schreiben, Malen, Musik oder Tanz – Kunst wird zum Ventil, um das Innere nach außen zu kehren.

Kreativität ist so individuell wie die Menschen selbst. Manche drücken ihre Gefühle in Farben auf Leinwand aus, andere lassen Melodien entstehen, die tief berühren. Doch eines bleibt gleich: Der Ausdruck schafft Raum. Er hilft, sich selbst zu verstehen und loszulassen.

Es ist nicht wichtig, das Drängen oder das Geschaffene sofort zu verstehen. Oft erkenne ich erst Jahre später, was mein Antrieb war. Entscheidend ist der Moment, in dem ich das Werk in den Ordner „fertige Kurzgeschichten“ verschiebe – ein Akt des Loslassens, eine Befreiung. Wenn ich eine Geschichte “zu Papier gebracht” habe, fühle ich mich, als hätte ich einen schweren Rucksack abgestellt. Der kreative Prozess ist wie eine Seelenreinigung – ein Moment der Klarheit und des inneren Friedens.

Vielleicht ist genau das das Schöne an der Kreativität: Sie verbindet uns mit uns selbst – und zuweilen auch mit anderen, die unsere Werke sehen, lesen oder hören.


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